.fotografie

„Der Mensch braucht das Spiel als elementare Form der Sinn-Findung.“

Hier finden Sie sowohl Auftragsarbbeiten als auch eigene Arbeiten.

.das streben nach Meer

Das Meer lockt nicht mit Verheißung, es versucht mich nicht zu überreden, trumpft höchstens mit seinen Farben und Weite. Ich kann nur aus eigenem Antrieb sein Wesen entdecken, mich Berühren lassen.

Ganz im Gegensatz dazu die gestaltete Welt. Sie fordert ununterbrochen, überredet, verheißt und enttäuscht mich doch so oft. Sie wird lauter, enger und trotz aller Bemühungen irgendwie ärmlicher.

Während mir das Meer den Raum zum atmen lässt, mich entdecken lässt, erschöpft mich die gestaltete Welt mit ihrer enthemmten Pseudo-Individualität, mit schreienden Streben nach mehr und hinterlässt eine unstillbare Leere.

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4 Blöcke zu jeweils 16 Fotografien

 

Blauer Planet von Eva Klingler

Das Schöpferwesen hat sich was gedacht
als so viel Meer es hat gemacht
Wir sollten uns bei Zeiten besinnen
bevor die Meere
in uns drinnen
aufbegehren und unruhig werden
Alle Wasser
hier auf Erden…

 

.kunst kommt und geht

Gemeinschaftsausstellung im Georg-Scholz-Haus
in Waldkirch vom 22. Juli bis 31. Juli 2016

Vernissage: Freitag, dem 22. Juli 2016, 17.00 Uhr
Finissage: Sonntag, 31. Juli, 15 Uhr

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28-teilige Serie, Auszug

"Kunst kommt und geht"

Welchen Stellenwert hat Kunst in unserer Gesellschaft des Überflusses, des Zeitmangels und der Reizüberflutung? Wie beliebig wird Kunst in einer Zeit der sich auflösenden Identifikation und vermarkteter Individualität? Was will Kunst, wenn sie nur noch Konkurrenz zu Deko-Artikeln aus dem Einrichtungshaus zu sein scheint? Was wird passieren, wenn sich Kunst allgegenwärtiger Effizienz, Sinnzwang und berechnender Leistung ergibt?

 

.hochzeit Jasmin & Stefan

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.myanmar / burma

Myanmar (Burma), ein Land das sich gerade der Welt öffnet ...

Im März 2015 fotografierte ich zusammen mit meiner Partnerin Ulrike im Territorium der Chin in Myanmar (Burma). Durch einen Zufall lernten wir den Minister of Tourism kennen, der uns dazu verhalf einige Dörfer zu besuchen, deren Zugang bis jetzt für Ausländer durch die burmesischen Behörden gesperrt ist.

Bei den Chin war es Tradition, dass die Gesichter der Mädchen zwischen dem siebten und vierzehnten Lebensjahr von ihren Müttern tätowiert wurden. Die Prozedur dauerte bis zu 2 Tagen und wurde mit einem geschärften Bambus ausgeführt. Die Farbe stellte man aus Büffel- und Schlangenblut und Ruß her. Der Grund für diese Tradition scheint mir verschwommen. Beim Nachfragen bin ich auf mehrere Geschichten gestoßen. Schutz vor Frauendiebstahl durch fremde Könige, Schmuck, Symbol der Stammeszugehörigkeit scheinen die gebräuchlichsten Erklärungen zu sein. Tatsache ist aber, dass die Burmesische Regierung das Tätowieren der Gesichter Ende der sechziger Jahre verboten hat und es in den Dörfern nur noch wenige Frauen gibt die diese Zeichnung tragen.

Myanmar burma Chin 2015
22teilige Portrait Serie, Prints 33x45cm

.dynamik der analogen monotonie

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fünfteilige Serie, Auszug - 70x100cm Prints

.ausstellung

Ausstellung in der Gallerie im Tor, Emmendingen

LichtSpuren

Ulrike Kaltenbach / Mario Stöckinger
Glas und Fotografie
12. April bis 17. Mai 2015

 

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.zeitwohlstand / sehnsucht & angst

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24teilige Serie - Prints 33x45cm

Mein erster Gedanke zum Thema ZEIT waren Obdachlose. Sie scheinen aus der unausgesprochenen Zeitregelung unserer Kultur herauszufallen. Ich habe noch nie einen Obdachlosen sagen hören „Sorry, keine Zeit, ich habe schon die ganze Woche Termine“. Aber sie haben auch kein Geld und damit auch nicht die Möglichkeit am Status Quo teilzuhaben. Sie sind gesellschaftliche Außenseiter. Ist das der Preis des „ZEIT HABENS“ ? Was passiert wenn ich Ihnen lieber Leser empfehle ihre Arbeitszeit zu halbieren. Gehen Sie halbtags arbeiten, dann haben Sie mehr Zeit. Wäre das für Sie denkbar?

Haben wir Angst nicht mehr zu den führenden Industrienationen zu gehören oder erliegen wir dem Kick der Geschwindigkeit. Verlocken uns die vielen Möglichkeiten unser Leben mit kurzweiliger Vielfältigkeit zu füllen. Erschlägt uns das Bedürfnis, alles noch schnell erledigen und erleben zu wollen, in der Hoffnung auf Erfüllung mediengenerierter Träume?

Deutschland gehört laut einer Studie mit Japan und der Schweiz mit zu den „schnellsten“ Ländern der Welt. Wir haben materiellen und technischen Wohlstand gegen Muße und Beschaulichkeit eingetauscht. Jeder Bereich unseres Lebens wird effizient optimiert, sogar die Partnerwahl überlassen wir nicht mehr dem Zufall sondern computergesteuerten Algorithmen.

Die Bilder
Noch scheint das gesellschaftliche Bedürfnis nach Geruhsamkeit intakt zu sein, selbst in Bangkok, der neuen Mega City Südostasiens. Es wird noch zwei oder drei Generationen brauchen bevor auch dort niemand mehr ZEIT hat.

In fast allen Bildern steckt eine Ambivalenz. Muse, Gelassenheit und Zeit haben kombiniert sich mit Zerfall, Unordnung, und einer scheinbaren Interesselosigkeit gegenüber Sauberkeit wie wir sie gewohnt sind.

.anita in basel

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„Das Fotoporträt ist ein in sich geschlossenes Kraftfeld, in dem sich vier Vorstellungswelten begegnen, bekämpfen und verformen. Vor dem Objektiv bin ich zugleich: derjenige, für den ich mich halte, derjenige, für den ich gerne gehalten werden möchte, derjenige, für den der Fotograf mich hält und derjenige, dessen er sich bedient, um seine Kunst unter Beweis zu stellen.“

Roland Barthes (französischer Philosoph und Schriftsteller 1915-1980)

.verbotskultur

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Rauminstallation mit Maschendraht, 16 Fotografien und einem Kinderroller

“Schilder und ihre Wirkung im sozialen Umfeld”

Stellen Sie sich vor es Gäbe Schilder wie „Spaziergänger gerne gesehen“ / „Gespräche mit dem Nachbarn erwünscht“ / "Spaß haben erbeten" oder „Bitte haben Sie diesen Baum gerne?

In einem Gespräch mit einem in Deutschland lebenden Japaner kamen wir auf das Thema Höflichkeit und Zurückhaltung, Begriffe die in Japan geradezu zelebriert werden. Mein Gesprächspartner beichtete mir das er sich immer noch unangenehm berührt fühlt von der Unhöflichkeit der deutschen Verbotskultur. In Japan steht “Entschuldigen Sie bitte – treten Sie hier nicht ein“. In Deutschland hängt da „Betreten verboten“. Nicht nur die demonstrative Eiligkeit im Ausdruck, die den Scharm einer Guillotine verströmt ... hier scheint das Interesse an Reibungslosigkeit größer zu sein als das Interesse an einem wohlwollenden miteinander.

Wie färben Verbotsschilder als Erbe der preußischen Befehlskultur und zackiger militärischer Knapheit unseren alltäglichen Umgang ? Wohin führt das Konzept des „Recht Habens“ ? Weisen Verbotsschilder auf einen Mangel an gesellschaftlicher Emphatie ? Warum gehen wir so miteinander um ?

.entwurzelt

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work in progress, Auszug

“Gedanken zur Heimat” Thematisierung der eigenen Entwurzelung

Kurz bevor ich auf das Buch “Kriegsenkel” kam begegnete ich auf einem Spaziergang einer ausgehobenen Wurzel. Meine erste Assoziation war ein daran kauernder Mensch, zusammengekrümmt, ganz nah an das noch vorhandenen Erdreich gedrückt. Ich zog mich einfach aus und bat Ulrike ein paar Fotos zu machen. Ein paar Tage später bekam ich das anfangs erwähnte Buch das mir wieder meine eigene Entwurzelung bewusst machte. Ein Lebensgefühl, das ich auf die eine oder andere Weise mit einer großen Zahl anderer “Kriegsenkeln” in Deutschland zu teilen scheine.

 

.ankor wat

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Kalendergestaltung

 

.alte heimat_neue heimat

Zur Projekt-Webseite www.alteheimat-neueheimat.de

Ein Fotoportrait mit 13 Waldkirchern aus 10 Ländern zum Thema Heimat.
Fotografie: Mario Stöckinger
Interviews: Michael Konarkowski

"Alte Heimat, neue Heimat - wenn Licht, Luft und Geräusche nicht mehr dieselben sind".

Fotografie - Waldkirch Denzlingen Elztal

Konzept

Über drei Monate haben wir uns mit Menschen aus unterschiedlichsten Regionen der Welt über das Thema “HEIMAT” unterhalten. Ein sehr emotionales Thema. Genau diese Emotionen wollte ich einfangen und das ergab sich nur dadurch, dass wir zu zweit arbeiteten. Während Michael sich auf das Gespräch konzentrierte, hatte ich Gelegenheit innerlich immer wieder zurückzutreten und als stiller Beobachter frei zu agieren. Nur so konnten diese spontanen Bilder aus solcher Nähe und mit solcher Direktheit entstehen.

Eine Fotografie ist das Abbild einer Beziehung

Ich sitze mit meiner Kamera einer mir unbekannten Person gegenüber. Ich bin neugierig, aber auch unsicher. Ich weiß nicht, was die nächsten ein, zwei Stunden bringen werden. Während Michael mit unserem „Gast“ spricht, werkle ich an meinen Kameraeinstellungen herum. Ich denke, dass das Licht nicht gut zum fotografieren und die Umgebung recht zufällig ist. Aber das wollte ich so. Nichts beschönigen, nichts stellen! Den Menschen in seiner natürlichen Umgebung sehen wie er ist, das Unerwartete willkommen heißen. Wieder betrachte ich mein Gegenüber, versuche mich in ihn hinein zu fühlen und weiß, dass es keine zweite Chance geben wird diese Aufnahmen zu machen.

Der Moment, an dem ich das erste Mal die Kamera auf ihn richte ist der Schwierigste. Viele Menschen geben einer Kamera zu viel Aufmerksamkeit, lassen sich herausreißen aus dem, was sie gerade tun. Ich „knipse“ also ziellos ein paar Bilder und es kommt mir nicht darauf an, dass sie gut werden. Ich möchte uns an das Klickgeräusch und das Hantieren mit der Kamera gewöhnen. Ich verschenke die ersten Momente aus Respekt vor unserem Gast, obwohl ich weiß, dass gute Bilder entstehen, wenn der Blick noch unbelastet ist, neugierig und spontan. Ich gebe mir Zeit und warte bis wir ein wenig vertrauter miteinander geworden sind und uns gegenseitig etwas geöffnet haben.

… Die Fotografie gibt mir nicht nur die Möglichkeit des kreativen Ausdrucks, sondern ermöglicht mir die Kontaktaufnahme und die Annäherung zu einem anderen Menschen, den ich ohne Kamera höchstwahrscheinlich nie kennengelernt hätte.

Menschen sind komplex und haben oftmals viele paradoxe Eigenschaften und es scheint mir unmöglich sie alle in einer Aufnahme darzustellen. Richtiger ist wohl, dass unser Gast wie auch ich Fragmente unserer Persönlichkeit einbringen. Mit welcher Intensität dies geschieht, hängt zum großen Teil davon ab, inwieweit wir in der Lage sind eine Beziehung einzugehen und unsere Fassade aus erlernten Schutzmechanismen fallen zu lassen. Gelingt es uns einen Raum zu schaffen, in dem wir uns sicher und geborgen fühlen, haben wir die Chance gemeinsam Bilder entstehen zu lassen, auf denen sich ein Teil unserer Persönlichkeit wiederfindet. Eine Fotografie ist das Abbild einer Beziehung. Es ist nicht nur ein Bild, sondern vor allem die Menschen und ihre Beziehung dahinter. Deshalb ist es für mich wichtig, ein Teil dessen zu werden was ich fotografiere.

Nachtrag:
Noch während des Projekts beschäftigte mich das Thema kulturelle Identität. Wie tief Bewegungsmuster und Verhaltensstereotype in uns eingebrannt sind und wie stabil sie sind und wie sie scheinbar für immer in uns verankert sind. Wie viel Veränderung ist in einem Leben möglich und wie lange dauern Entwicklungsprozesse? Im Nachklang sind es genau diese Gedanken die immer wieder in mir auftauchen und meine weiteren Arbeiten auf die eine oder andere Weise beeinflussen.

 

.make my dreams come true
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8-teilige Fotosequenz , 1 fiktives Werbeplakat, 1 Paar High Heels

"Make my dreyams come true" ist eine Installation. Sie besteht aus einer achtteiligen Sequenz eines Bewegungsablaufs von Model und zwei Fotografen,, einem fiktiven Werbeplakat für High Heels und einem Paar High Heels mit Preisschild.

Um ein billiges Massenprodukt zu verkaufen bedarf es eines makellosen Models, eines makellosen Fotoshootings und einer makellosen Photoshop-Bearbeitung. So werden Träume inszeniert die wir dann in jeder Boutique für 19,99 bekommen. Wie viel Aufwand wird betrieben um uns süchtig nach billigen Produkten zu machen ? Was hinterlässt die Computergenerierte Makellosigkeit der Werbung ?

 

.flüchtig

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Erste Teil eines vierteiligen Zyklus

Die vier Bildserien entstanden auf Busfahrten im Simonswälder Tal. Der Zustand des nicht Festhaltenkönnens, der schnelle Wechsel von fern und nah, die immer wieder veränderte Lichtsituation fordern eine innere Haltung des Loslassens. Wie kann ich im "Schnappschussverfahren das wesentliche der Landschaft und der jeweiligen Stimmung einfagen.

 

.offene ateliers in waldkirch vom 28.-29.sept. 2013

Badische Zeitung: Offene Türen für die Kunst
(veröffentlicht am Di, 24. September 2013 auf badische-zeitung.de)


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An diesem Wochenende zeige ich von 11.00 - 18.00 Uhr Auszüge meiner Arbeiten im Atelier von Ulrike Kaltenbach, Friedhofstr.15 in Waldkirch .

Einundzwanzig Künstler beteiligen sich in diesem Jahr an den offenen Ateliers in und um Waldkirch. Der Event wird am 27.September vom Bürgermeister in der Kulturkathedrale der Fabrik Sonntag eröffnet. Gleichzeitig findet dort eine Sammelausstellung statt, bei der jeder Künstler zwei Werke zeigt.

 

Bilder der Vernissage / © Fotografie Mario Stöckinger

 

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